Catalonia voted on
1 October 2017

Wer sagt Was?

Algirdas Saudargas

Algirdas Saudargas

Mitglied des Europäischen Parlaments (Europäische Volkspartei) und ehemaliger Außenminister von Litauen

„Wenn die Katalanen sich als Nation wahrnehmen und mehr Dinge erreichen wollen, mehr Dinge selbst entscheiden wollen, dann werden sie das früher oder später tun. Litauen verlangt einzig und allein, dass eine friedliche und verhandelte Lösung für die Beziehung zwischen Katalonien und Spanien gefunden wird. Ich bin überzeugt, dass die katalanische Herangehensweise friedlicher Art ist und es gibt keine Anzeichen, dass sich das ändern wird.“ 25.02.2016

Jón Baldvin Hannibalsson

Jón Baldvin Hannibalsson

Ehemaliger Minister für Außenpolitik und Außenhandel von Island

„Der Wille der Menschen muss respektiert werden. Warum soll in Katalonien nicht das Gleiche möglich sein wie in Schottland?“ 16.02.2016

Benoit Hellings

Benoit Hellings

Belgischer Abgeordneter der Ecolo Partei, verantwortlich für auswärtige Angelegenheiten und Verteidigung

„Die Katalanen haben wie alle Völker der Welt das Recht, über ihre Zukunft zu entscheiden.“ 13.01.2016

Dana Rohrabacher

Dana Rohrabacher

Vorsitzender des Unterausschusses für Europa des US-Repräsentantenhauses

„Ich sehe keinen Grund, warum man den Bürgern Kataloniens nicht erlauben sollte, zu entscheiden, ob sie zu Spanien gehören wollen – wie alle Völker haben sie ein Recht auf Selbstbestimmung. Katalonien hat die gleichen Rechte wie alle anderen Völker. Langfristig gesehen wäre die beste Lösung ein Referendum nach schottischem Vorbild. Es ist besser, die Menschen entscheiden zu lassen, ob sie in einem Land bleiben wollen, als ihnen das Gefühl zu vermitteln, dass sie zum Verbleib gezwungen werden, denn dadurch werden die Menschen verbittert und es entstehen negative Gefühle, die das Zusammenhörigkeitsgefühl eines Landes schwächen.“ 09.09.2015

Krzysztof Charamsa

Krzysztof Charamsa

Polnischer Priester und Theologe. Stellvertretender Sekretär der Internationalen Theologischen Kommission der Kongregation für die Glaubenslehre im Vatikan

„Eins der Grundprinzipien der Soziallehre der Kirche ist das Recht auf Selbstbestimmung. Daher ist es inakzeptabel, im Namen der Kirche diejenigen als unmoralisch zu bezeichnen, die die Rechte einer Nation oder ihre Identität verteidigen.“ 08.09.2015

Iannis Varoufakis

Iannis Varoufakis

Griechisch-australischer Wirtschaftswissenschaftler und ehemaliger Finanzminister von Griechenland

„Ich bin nicht gegen die Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens. Ich glaube an das Recht auf Selbstbestimmung. Wenn man in Barcelona lebt und wirklich das Gefühl hat, eine Kolonie zu sein, bedeutet Internationalismus nicht, dass man Kolonisierung akzeptieren muss.“ 02.09.2015

Shinzo Abe

Shinzo Abe

Ministerpräsident von Japan

„Wir sollten das Recht auf Selbstbestimmung aller Völker auf der ganzen Welt respektieren.“ 14.08.2015

José Mujica

José Mujica

Ehemaliger Präsident von Uruguay 2010-2015

„Ich bin radikal für das Recht auf Entscheidung der Katalanen.“ 09.07.2015

Franc Bogovič

Franc Bogovič

Mitglied des Europäischen Parlaments (Europäische Volkspartei) und ehemaliger Agrar- und Umweltminister von Slowenien

„Ich kann nachvollziehen, dass Jugoslawien oder die Sowjetunion kein Referendum akzeptierten, aber es ist nicht normal, dass Katalonien keins abhalten darf innerhalb der spanischen Demokratie. In demokratischen Ländern ist der Wille der Menschen das Entscheidende. Diese Prozesse sind für niemanden einfach, aber letztendlich müssen die Menschen die Möglichkeit haben, entscheiden zu können.“ 12.06.2015

Pavel Durov

Pavel Durov

Gründer des sozialen Netzwerks Telegram Messenger

„Ich bin ein großer Verehrer Kataloniens und besuche oft Barcelona. Ich hoffe, Spanien und die Vereinten Nationen werden bald seine Unabhängigkeit anerkennen, wenn das tatsächlich der mehrheitliche Wunsch der katalanischen Bürger ist. Aber ich glaube schon, dass es sich um eine starke Unabhängigkeitsbewegung handelt. Warum hat Spanien solche Angst, eine Referendum nach schottischem Vorbild in Katalonien abzuhalten?“ 03.06.2015

Christy Burke

Christy Burke

Bürgermeister von Dublin

„Eine Wahlurne ist eine wunderbare Sache. Die Bürger Kataloniens können es schaffen, die Wahlurnen sprechen Bände. Ich hoffe, dass Katalonien den gleichen Weg einschlagen wird wie Irland und dass Irland die katalanischen Verantwortungsträger unterstützen kann, ein passendes Land für die Bürger Kataloniens mittels Selbstbestimmung aufzubauen, ein ehrliches und unabhängiges Land. Natürlich können wir die Ansichten und die Gefühle der Bürger Kataloniens nachvollziehen, denn wir wissen wie es ist, als Bürger zweiter Klasse behandelt zu werden.“ 28.05.2015

Ada Colau

Ada Colau

Aktivistin und Bürgermeisterin von Barcelona

„Katalonien ist eine Nation und sollte die Möglichkeit haben, über seine Beziehung zu Spanien frei entscheiden zu können. Mehrere Millionen von Bürgern fordern das. In der Demokratie sollten die Bürger über die Dinge, die sie betreffen, auch entscheiden können. Wir setzen uns für das Recht auf Entscheidung ein. Barcelona ist die stolze Hauptstadt von Katalonien und seine Institutionen werden Katalonien in dieser Frage unterstützen. In unserer Partei „Barcelona en Comú“ (gemeinsam für Barcelona) gibt es Unabhängigkeitsbefürworter, Föderalisten und auch Bürger, die dieses Thema nicht als Priorität ansehen, aber wir setzen uns alle gemeinsam für das Recht auf Entscheidung ein.“ 25.05.2015

Naomi Klein

Naomi Klein

Autorin, Aktivistin und Filmemacherin

„Ich glaube an Selbstbestimmung und ich glaube an Demokratie und ich denke, wenn es einen demokratischen Wunsch nach Unabhängigkeit gibt, dann sollte dieser respektiert werden, wo auch immer, ob in Katalonien, Schottland oder in Québec, wo ich geboren wurde.“  27.03.2015

Alex Salmond

Alex Salmond

Ehemaliger Ministerpräsident von Schottland und Vorsitzender der Schottischen Nationalpartei (SNP)

„Katalonien ist nicht Schottland und Schottland ist nicht Katalonien, aber es gibt Parallelen, Dinge, die universell gültig sind wie das Recht auf Selbstbestimmung. Katalonien muss eine Lösung finden, so wie wir es taten, um auf vereinbartem Weg über seine Zukunft entscheiden zu können.“ 19.03.2015

Arthur C. Brooks

Arthur C. Brooks

Präsident des American Enterprise Institute (AEI)

„Nordamerikas Verantwortungsträger hegen  Sympathie für das Konzept der Selbstbestimmung, denn es ist sehr amerikanisch. Wir werden euch nicht vorschreiben, was zu tun ist, aber wenn ihr unabhängig werden wollt, werden wir das akzeptieren.“ 12.02.2015

Francesc Pardo

Francesc Pardo

Bischof von Gerona

„Ich glaube, es ist sehr wichtig, dass die Bürger am 9. November (2014) abstimmen konnten und jetzt müssen die verantwortlichen Regierenden konsequent sein und den Willen der Bürger umsetzen. Ohne Verhandlungen und Dialog wird es zu keiner Lösung kommen.“ 08.02.2015

Sitapha Savané

Sitapha Savané

Senegalesischer Profi-Basketballspieler des „Joventut Badalona“

„Man bezeichnet mich als Unabhängigkeitsbefürworter, weil ich das Recht auf Entscheidung verteidige. Das Recht auf Entscheidung gehört meiner Meinung nach zur Demokratie. Wir haben viel Zeit mit einer nutzlosen Debatte verschwendet. Müssen wir dem Gesetz folgen? Natürlich müssen wir das. Aber wir wissen auch, dass dieses angepasst werden muss, um die Probleme der Bürger lösen zu können. Was ich am meisten vermisse sind mehr Diskussionen mit den Pros und Contras einer Unabhängigkeit.“ 05.02.2015

Viggo Mortensen

Viggo Mortensen

Amerikanischer Schauspieler

„Ich glaube, langfristig gesehen ist es seitens der spanischen Regierung ein Fehler, dass sie sich (mit Katalonien) nicht so verhält, wie das Vereinigte Königreich mit Schottland. Lasst sie abstimmen.“ 12.12.2014

Carlos Ferrater

Carlos Ferrater

Architekt, Autor von drei emblematischen Gebäuden im Olympiadorf von Barcelona (Vila Olimpica)

„Das Urteil des Verfassungsgerichts über unser Autonomiegesetz, das von unserem Parlament bestätig worden war, war der kritischste Punkt in unserer Beziehung zum spanischen Staat und der endgültige Beweis dafür, dass es für Katalonien keinen Platz in Spanien gibt. Das Gefühl der absoluten Ohnmacht wurde verstärkt durch die Weigerung, uns über unsere Zukunft entscheiden zu lassen. All das hat zu einer starken gemeinschaftlichen Bürgerbewegung geführt. Alle Völker haben das Recht, über ihre Zukunft zu entscheiden. Die Bürger Kataloniens fordern die Ausübung dieses Rechts auf friedliche und demokratische Weise.“  11.12.2014

Mário Soares

Mário Soares

Ehemaliger Präsident von Portugal (1986-1996)

„Die Katalanen müssen befinden, ob sie das Recht haben, über ihre politische Zukunft zu entscheiden.“ 09.12.2014

Margrethe Vestager

Margrethe Vestager

Dänische Politikerin und EU-Kommissarin für Wettbewerb

„Mit oder ohne Referendum, ich finde es immer positiv, wenn man den Menschen zuhört, auch wenn man nicht mit ihnen einer Meinung ist. Wenn man den anderen nicht zuhört, lernt man nicht dazu.“ 20.11.2014

Paul Preston

Paul Preston

Englischer Historiker und Hispanist

„Ich glaube, dass Völker das Recht haben, über ihre Zukunft zu entscheiden. Ich habe das Manifest unterschrieben, um meine demokratische Solidarität gegenüber den Menschen, die abstimmen wollen, jeglichen Menschen, die abstimmen wollen, auszudrücken. Entscheidungen müssen nach einer zivilisierten Diskussion gefällt werden und dies wird erst möglich, wenn man den Menschen die Möglichkeit gibt, eine Abstimmung durchzuführen. Tatsache ist, dass alle denken, dass Madrids Verhalten undemokratisch ist. Solange Madrid die Notwendigkeit einer Abstimmung nicht erkennt, wird die öffentliche Meinung im Allgemeinen so ein undemokratisches engstirniges Verhalten seitens Madrids ablehnen.“ 18.11.2014

Jordi Savall

Jordi Savall

Musiker

„Man muss in Erfahrung bringen, was die Menschen wollen. Man sollte sie in einem Referendum abstimmen lassen und sehen, was das Resultat ist. Der erste Schritt, ist herauszufinden, was die Menschen in Katalonien denken und danach liegt es in jedermanns Verantwortung den Willen der Mehrheit umzusetzen.“ 03.07.2014

„Gandhi sagte, wenn das Gesetz die menschliche Würde verletzt, muss man sich gegen dieses Gesetz wehren können. Wenn die spanische Verfassung es verbietet, dass ein großer Teil der katalanischen Gesellschaft sich ausdrücken kann, verliert sie ihren Wert, denn sie richtet sich gegen die menschliche Würde. Katalonien hat das Recht, zu entscheiden und es ist unfair, dass seinen Bürgern so fundamentale Rechte verweigert werden.“ 17.10.2014

Ken Follett

Ken Follett

Bestsellerautor

„Ich kann verstehen, dass es die Menschen in Katalonien sehr verärgert, wenn ihnen jemand sagt: ‚ihr habt nicht einmal das Recht, zu entscheiden’. Ich glaube, es ist offensichtlich, dass es ein politischer Fehler ist, Menschen zu sagen: ‚Nein, nein, du kannst nicht mal deine Meinung äußern’. Niemand akzeptiert das. Das ist einfach nicht das Ende der Geschichte. Und ich verstehe den Ärger der Menschen, wenn sie sagen: ‚Ich habe das Recht, zu entscheiden, wir leben schließlich in einer Demokratie!’“ 02.10.2014

Aleix & Pol Espargaró

Aleix & Pol Espargaró

MotoGP Fahrer

Aleix: „Ich kann nicht nachvollziehen, warum wir in der heutigen Zeit nicht die Möglichkeit haben sollen, über unsere Zukunft zu entscheiden. Ich glaube, dass wir in einem demokratischen Land leben und natürlich müssen wir über die Zukunft, die wir für unsere Kinder wollen, abstimmen dürfen.“

Pol: „Ich hoffe, dass wir abstimmen und wir alle unsere Meinung äußern können. Letztendlich muss das möglich sein. Nachdem die Menschen abgestimmt haben, wird man sich dem Ergebnis stellen müssen, aber das Recht auf Entscheidung sollte jeder ausüben dürfen.“ 27.09.2014

Barack Obama

Barack Obama

Präsident der Vereinigten Staaten

„Wir glauben an die Stärke des Rechts, und dass es größeren Nationen nicht erlaubt sein sollte, kleinere zu drangsalieren; dass die Menschen über ihre Zukunft entscheiden dürfen. Das sind einfache Wahrheiten, aber sie müssen verteidigt werden.“ 24.09.2014

Joaquín Sabina

Joaquín Sabina

Spanischer Sänger

„Die Unabhängigkeit Kataloniens ist immer noch ein unklares Thema. Aber die Menschen sollten das Recht haben, über so viele Themen wie möglich zu entscheiden. In sehr demokratischen Ländern, zum Beispiel in den USA oder in Schweden, werden oft Referenden abgehalten. Wenn man Fragen verbietet, macht man das, weil man Angst vor der Antwort hat.“ 21.09.2014

David Cameron

David Cameron

Ministerpräsident des Vereinigten Königreichs

„Wir sind eine Demokratie, man kann die Menschen nicht gegen ihren Willen im Vereinigten Königreich halten und wir sollten stolz darauf sein, dass wir eine Demokratie sind und dass wir über solche Dinge abstimmen.“ 10.09.2014

„Die Schottische Nationalpartei (SNP) gewann 2011 die Wahlen in Schottland und hatte ein Referendum über die Unabhängigkeit versprochen. Wir hätten das blockieren können, wir hätten es hinausschieben können, aber wie mit allen wichtigen Themen, war es gut, uns nicht vor dieser wichtigen Entscheidung zu verstecken. Ich glaube fest an unser Vereinigtes Königreich und ich möchte mehr als alles andere, dass unser Vereinigtes Königreich zusammen bleibt. Aber ich bin auch ein Demokrat. Und es war richtig, dass wir die Mehrheit der SNP in Holyrood respektiert haben und den Menschen in Schottland die Möglichkeit gaben, sich zu äußern.“ 19.09.2014

Xavi Hernàndez

Xavi Hernàndez

Fußballspieler und Mannschaftskapitän des FC Barcelona

„Wir haben ohne Frage das Recht, zu entscheiden. Wir müssen abstimmen, die Menschen müssen ihre Meinung sagen dürfen, und natürlich bin ich für ein Referendum.“ 17.09.2014

Gerard Piqué

Gerard Piqué

Fußballspieler des FC Barcelona

Ich bin für ein Referendum in Katalonien. Ich glaube, dass das der demokratischste Weg ist, denn letztendlich müssen die Menschen das Recht haben, abzustimmen.“ 16.09.2014

Graham Watson

Graham Watson

Mitglied des Europäischen Parlaments und ehemaliger Vorsitzender der Fraktion der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (ALDE)

„Ich verstehe, wie die Bürger Kataloniens sich fühlen und dass sie über ihre Zukunft in einem Referendum entscheiden wollen. Die Union zwischen Katalonien und Spanien war nie freiwillig, im Gegensatz zu Schottland und dem Vereinigten Königreich.“ 18.07.2014

Michael Ignatieff

Michael Ignatieff

kanadischer Autor, Akademiker und ehemaliger Politiker

„Spanien kann nicht verhindern, oder sollte nicht verhindern, dass die Katalanen ihr kollektives Votum abhalten, um es irgendwie zu benennen, und ihren Willen zum Ausdruck bringen können. Wir hatten Referenden in Kanada und sie haben nicht zum Zerfall des Landes geführt. Ein Referendum in Katalonien würde Spanien nicht zerstören. Sich dagegen zu stellen, ist ein Fehler seitens der spanischen Politiker. Persönlich bin ich kein großer Fürsprecher von Referenden, aber ich sehe auch keine andere Option, wenn die Bürger mit der verfassungsrechtlichen Ordnung nicht einverstanden sind. In einer Demokratie müssen sie die Möglichkeit haben, ihre Meinung zu äußern.“ 11.06.2014

Helder Costa

Helder Costa

Portugiesischer Bühnen- und Drehbuchautor

„Ich kann die Forderungen meiner katalanischen Freunde gut nachvollziehen. Ich weiß, dass Spanien eine Monarchie ist, aber die Bürger haben ein Wahlrecht. Es ist wichtig, zwischen Bürgern und Untertanen zu unterscheiden, und Bürger müssen die Möglichkeit haben, abzustimmen.“ 08.06.2014

Ettore Messina

Ettore Messina

Basketballtrainer

„Ich kenne mich mit der Thematik nicht genau aus, aber von außerhalb Kataloniens ist es offensichtlich, dass eine Sache das Gesetz ist und eine andere der Wille der Menschen. Wir leben in einer Welt, in der wir Lösungen finden müssen, um die Rechte der Minderheiten auf politische und nicht aggressive Weise zu schützen. Katalonien hat eine Geschichte, eine Sprache und eine Identität. Man sollte sich zusammensetzen und Lösungen finden. Man kann nicht ignorieren, dass mehr als eine Million Bürger auf die Straßen Barcelonas gegangen sind. Ich kenne nicht die genauen juristischen Einzelheiten, aber ich kann nicht verstehen, warum Katalonien nicht ein normales Land sein kann.“ 18.05.2014

Guy Verhofstadt

Guy Verhofstadt

Vorsitzender der Fraktion der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (ALDE) und ehemaliger Ministerpräsident von Belgien

„Die EU sollte sich hier nicht einmischen und sie sollte sich vor allem nicht auf negative Weise einmischen, wie sie es bis jetzt getan hat. Wir müssen den Forderungen der Menschen Beachtung schenken. Wir können keine Europäische Union aufbauen, wenn wir nicht die Stimme der Bürger beachten. Spanien und die Bürger Kataloniens müssen Entscheidungen treffen und wir müssen eine positive Rolle in diesem Dialog übernehmen. Es ist nicht gut, eine negative Rolle auszuüben, wie es Herr Barroso in den letzten Monaten getan hat.“ 15.05.2014

Alexis Tsipras

Alexis Tsipras

Vorsitzender der Koalition der Radikalen Linke in Griechenland (Syriza) und der Europäischen Linke

„Die Europäische Linke respektiert das Recht auf Selbstbestimmung der Völker. Aber Konfrontationen zwischen Völkern werden nie zu einem positiven Ergebnis führen. Wir möchten das Recht der Völker auf Selbstbestimmung nach internationalem Recht respektierten. Katalonien und Schottland könnten auch eine größere Autonomie in ihren jeweiligen föderalen Gemeinden haben.“ 15.05.2014

Ska Keller

Ska Keller

Deutsche Politikerin und Abgeordnete im Europäischen Parlament der Fraktion der Grünen / Freien Europäischen Allianz. Kandidatin für das Amt des EU-Kommissionspräsidenten

„Falls ich zur Präsidentin der EC gewählt werde, würde ich Katalonien unterstützen und eine Abstimmung über seine politische Zukunft und seine Beziehung zu Spanien erlauben.“ 10.03.2014

„Die Schotten und die Katalanen sollten das Recht haben, über ihre Zukunft zu entscheiden. Wenn ich zur Präsidentin der Europäischen Kommission gewählt werden sollte, würde es mich freuen, sie willkommen zu heißen, falls sie sich für die Unabhängigkeit entscheiden.“ 15.05.2014

Desmond Tutu

Desmond Tutu

Emeritierter Erzbischof von Kapstadt, Friedensnobelpreisträger und Träger des 26. Internationalen Preises Kataloniens in 2014

„Es ist kein gutes Zeichen, wenn man Menschen in eine Union zwingt, die sich wie ein Strick um ihren Nacken anfühlt, so wie wir es gerade beobachten können. Wenn Menschen davon überzeugt sind, dass sie aus einer Union ausscheiden wollen, dann ist es wesentlich besser, ihnen zuzuhören und auf sie einzugehen, als sie zu einer Beziehung zu zwingen, die sie nicht wollen.“ 08.05.2014

Noam Chomsky

Noam Chomsky

Amerikanischer Linguist, Philosoph, kognitiver Wissenschaftler und Aktivist

„Es steht ein Referendum in Katalonien an, ein weiteres in Schottland, in dem es um Autonomie oder Unabhängigkeit geht. Das führt zum Zerfall des Systems der europäischen Staaten – ein Vorgang, der schon seit Längerem stattfindet –, und zur Rekonstruktion von Sprachen.“ 08.04.2014

José Bové

José Bové

Französischer Bauer, Politiker und Gewerkschaftler, Stellvertretender Vorsitzender der Europäischen Grünen

„In dem Moment, in dem Katalonien entschieden hat, ein Referendum zu organisieren, verstehe ich nicht, wie Madrid sich gegen das Resultat stellen kann, solang das Referendum  transparent und mit Beobachtern durchgeführt wird, die bestätigen können, dass es eine demokratische Abstimmung ist. Sich dem entgegenzustellen, verstößt völlig gegen das Recht der Völker, über ihre Zukunft zu entscheiden.“ 05.04.2014

Martin Wolf

Martin Wolf

Mitherausgeber und Chefkommentator für Wirtschaft der Financial Times

„Wenn eine überwältigende Mehrheit der Katalanen unabhängig sein will, musst das akzeptiert werden. Ich glaube an Selbstbestimmung. Darum habe ich auch das schottische Referendum unterstützt.“ 09.03.2014

Vaira Vīķe-Freiberga

Vaira Vīķe-Freiberga

zweimalige Präsidentin von Lettland

„Es geht um die menschliche Perspektive in Bezug auf die Identität der Menschen und wie diese sich mit ihrem Nationalstaat identifizieren. Wenn sie irgendwann das Gefühl haben, dass die Zentralregierung ihre Interessen nicht vertritt und dass sie eine Identität haben, die sie verteidigen wollen, sollte man entsprechend des Grundsatzes des Selbstbestimmungsrechts ein Referendum erlauben. Denn ein Referendum ist der Ausdruck von dem, was die Menschen wollen und ihrer Meinung.“ 23.02.2014

Andreas Unterberger

Andreas Unterberger

Österreichischer Journalist & Blogger, Vorstandsmitglied des Hayek Instituts

„Kann eine Provinz, ein Bundesland, eine Region sich unabhängig erklären? Von Schottland bis zum Baskenland wird sich Europa mit dieser Frage in naher Zukunft auseinandersetzen müssen. Wenn wir Demokratie wirklich ernst nehmen, kann es nur einen Schluss geben: wenn Regionen den Staat, zu dem sie gehören, wirklich verlassen wollen und bereit sind, den entsprechenden Preis zu zahlen, dann sollte dies möglich sein. Alles andere ist reiner Kolonalismus und Imperialismus.“ 18.02.2014

Nicola Sturgeon

Nicola Sturgeon

Stellvertretende Ministerpräsidentin von Schottland und stellvertretende Vorsitzende der Schottischen Nationalpartei (SNP)

„Jedes Land hat das Recht auf Selbstbestimmung. (…) Die Einigung, die die Regierungen in London und Edinburgh erzielten, um ein Unabhängigkeitsreferendum in Schottland zu erlauben, dient als Vorbild, wie solche Angelegenheiten auch in anderen Ländern gelöst werden können.“ 13.02.2014

Ken Loach

Ken Loach

Filmregisseur

„Ich kenne den katalanischen Fall nicht im Detail, aber alle Völker haben das Recht auf Selbstbestimmung. (…) Im Fall Schottlands geht es darum, ein besseres Land aufzubauen. Die Schotten sind radikaler, sie verteidigen ein Sozialsystem und bessere Dienstleistungen. Wäre ich Schotte, würde ich für die Unabhängigkeit stimmen.“  13.02.2014

Ben Rhodes

Ben Rhodes

Barack Obamas Stellvertretender Berater für nationale Sicherheit und strategische Kommunikation und Redenschreiber

„Manchmal funktioniert Autonomie, manchmal gründen Völker unabhängige Staaten, manchmal kommt es zu Zusammenschlüssen. Deshalb glaube ich, dass wir generell dafür sind, dass solche Angelegenheiten in jedem Land diskutiert werden. Letztendlich trifft jedes Land, jede Gemeinschaft seine eigenen Entscheidungen.“ 31.01.2014

Huw Evans

Huw Evans

Professor der Rechtswissenschaft an der Cardiff Metropolitan Universität in Wales

„Ein Referendum über die Unabhängigkeit sollte in Katalonien möglich sein. Die spanische Regierung respektiert nicht das demokratische Prinzip: sie bezieht sich nur auf das, was in der Verfassung steht, aber missachtet demokratische Prinzipien. Wenn die spanische Regierung den Katalanen das Recht auf Selbstbestimmung verweigert, bricht sie grundlegende universale Rechte wie das Recht auf Meinungsfreiheit.“ 09.01.2014

Daniel Turp

Daniel Turp

Professor für Verfassungs- und internationales Recht an der Universität von Montreal (Québec). Ehemaliges Mitglied der Nationalversammlung von Québec mit der Parti Québecois

„Der Artikel 2 der spanischen Verfassung, der die Unauflösbarkeit der territorialen Einheit festlegt, widerspricht dem internationalen Recht, denn es gibt ein höher stehendes Gesetz – das Recht aller Völker, einen souveränen Staat zu gründen. (…) Spanien muss dieses Problem lösen, wenn es eine klare Mehrheit für die Unabhängigkeit Kataloniens gibt. Das Recht auf Selbstbestimmung kann nicht ausschließlich in Bezug auf Kolonien angewendet werden.“ 10.12.2013

Javier Pérez-Royo

Javier Pérez-Royo

Professor für Verfassungsrecht an der Universität von Sevilla, Spanien

„Demokratie und das Recht auf Entscheidung sollten zusammengehören: niemandem in Spanien darf man das Recht auf Entscheidung verweigern. Die Verfassung selbst verfügt über Mechanismen für ihre eigene Aktualisierung. Aber eine Änderung der spanischen Verfassung ist science-fiction, besonders, wenn diese Katalonien allein erreichen muss. Die Bürger Spaniens haben das Recht auf Entscheidung und die Verfassung sollte dies ermöglichen.“ 22.11.2013

José Antonio Pérez Tapias

José Antonio Pérez Tapias

Dekan der Fakultät für Philosophie und Literatur an der Universität von Granada, Spanien

„Das Recht auf Entscheidung der katalanischen Bürger mittels einer legalen Befragung unter dem Schutzschirm der spanischen Verfassung, scheint ein obligatorischer Schritt in Richtung Föderalstaat. In Anbetracht der politischen Situation Spaniens, sollte dieser föderale Staat plurinational sein.“ 11.11.2013

Alain G. Gagnon

Alain G. Gagnon

Professor für Politikwissenschaft an der Universität von Québec

„Katalonien hat das Recht, über seine Zukunft zu entscheiden, denn es ist eine der historischen Gründernationen des Spaniens der Neuzeit. Wir müssen den Katalanen auf demokratische Weise Gehör schenken. Darum geht es.“ 30.10.2013

Michael Moore

Michael Moore

Abgeordneter der britischen Liberal Democrats und ehemaliger Schottland-Minister

„Eine politische Situation, in der legale Gründe vorgeschoben werden, um den Willen der Bürger zu bremsen, ist schwierig. (…) Europa hat sich im Lauf der Jahrhunderte weiterentwickelt, besonders im vergangengen Jahrhundert. Wenn die Menschen in Katalonien sich letztendlich dafür entscheiden, ein unabhängiges Land zu werden, würde ich mich sehr wundern, wenn das keine internationale Anerkennung finden würde.“ 23.10.2013

Graham Watson

Graham Watson

Mitglied des Europäischen Parlaments und ehemaliger Vorsitzender der Fraktion der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (ALDE)

„Ich bin mit Sicherheit nicht gegen ein Referendum in Katalonien, wenn das der Wunsch der Bürger Kataloniens ist. Ich hätte auch kein Problem mit einem souveränen Katalonien innerhalb der Europäischen Union. (…) Die EU muss eine starke aber trotzdem flexible Institution sein, um den Menschen innerhalb der Union zu ermöglichen, ihre Meinung zu äußern. Das mag einige Veränderungen der Grenzen bedeuten. Aber wir sind Demokraten und wenn dies der Wille der Mehrheit ist, dann muss man das akzeptieren.“ 22.10.2013

Bardo Fassbender

Bardo Fassbender

Professor für Internationales und Öffentliches Recht an den Universitäten von München und von Sankt Gallen (Schweiz)

„Die Legitimität eines Unabhängigkeitsreferendums in Katalonien würde von vielen Umständen und dem Kontext abhängen. Freie Abstimmungen sind ein grundlegendes Werkzeug in einem solchen Prozess, aber so wären es auch eine hohe Beteiligung und eine hohe Zahl an Befürwortern. Auch ist die Rolle internationaler Beobachter von großer Bedeutung. Wenn diese Bedingungen erfüllt werden, wird es kaum Zweifel geben, und wenn nicht, dann wird Europa seine Zweifel äußern.“ 15.10.2013

Johannes Hahn

Johannes Hahn

EU-Kommissar für Regionalpolitik

„Natürlich gibt es keine Vorkehrungen in den Europäischen Verträgen, was im Fall einer Unabhängigkeit zu tun ist, und darum sind einige Rechtsexperten der Meinung, dass (ein unabhängiges) Katalonien sich für eine Wiederaufnahme bewerben müsste. Wir sollten das Ganze trotz allem mit etwas Gelassenheit angehen, denn wenn es zur Unabhängigkeit kommen sollte, wird dies nicht von einem Tag auf den anderen geschehen.“  08.10.2013

Nils Schmid

Nils Schmid

Stellvertretender Ministerpräsident und Landesminister für Finanzen und Wirtschaft von Baden-Württemberg

„Natürlich muss der sogennante Prozess in Katalonien an ein Referendum gebunden sein, denn es sind die Menschen, die sich ausdrücken und entscheiden müssen. Die spanische Verfassung sollte dies vorsehen oder einen entprechenden Rechtsrahmen bieten.“ 01.10.2013

Algirdas Butkevicius

Algirdas Butkevicius

Ministerpräsident von Litauen

„Alle Länder haben ein Recht auf Selbstbestimmung und müssen ihren Weg gehen. (…) Es freut mich zu sehen, dass das litauische Beispiel (die Baltische Menschenkette) die Katalanen inspiriert hat. Ich befürworte alle friedlichen Wege des solidarischen Miteinanders der Menschen und das Recht auf Selbstbestimmung.“ 14.09.2013

Valdis Dombrovskis

Valdis Dombrovskis

Ministerpräsident von Lettland

„Wenn es einen klaren Willen gibt und eine klare Forderung nach einem Referendum in Katalonien, dann denke ich, dass das definitiv wahrgenommen werden sollte und man Wege finden muss, um damit umzugehen.“ 13.09.2013

Günther Dauwen

Günther Dauwen

Direktor der „Europäischen Freien Allianz“ (EFA), Flandern

„Wir glauben, dass Freiheit, Demokratie und das Recht, über die eigene Zukunft zu entscheiden, grundlegende europäische Werte sind. Wir würden Katalonien oder eine Katalanische Republik als neuen Staat in Europa willkommen heißen, wenn das die Entscheidung seiner Bürger ist. Bitte erinnert Euch an diesen Traum: die Welt beobachtet uns. Die Welt beobachtet euch. Gemeinsam verteidigen wir diesen Traum, gemeinsam sollten wir ihn umsetzen.“ 02.07.2013

Zygmunt Bauman

Zygmunt Bauman

Polnischer Soziologe

„Die Katalanen wollen Europa nicht zerstören, sie wollen zu Europa gehören. Es ist ein einzigartiger Fall für das europäische Labor, aber Probleme sind da, um sie zu lösen und nicht, um sie unter den Tisch zu kehren. Wir sollten unnötige zusätzliche Hürden vermeiden. Warum kann Katalonien nicht genauso Mitglied der EU sein wie Spanien? Was ist der Unterschied zwischen 27 Mitgliedsstaaten oder 35?“  12.06.2013

David Cameron

David Cameron

Ministerpräsident des Vereinigten Königreichs

„Ich glaube nicht, dass es letztendlich richtig ist, Fragen wie Nationalität, Unabhängigkeit, Identität zu ignorieren… Ich glaube, es ist wichtig, Argumente zu finden, sie zu verteidigen und die Menschen dann entscheiden zu lassen. Aber so würde ich diese Fragen in Großbritannien angehen. Ich kann mir nicht das Recht herausnehmen, den Menschen in Spanien vorzuschreiben, wie sie ihre Herausforderungen bewältigen sollten. Das ist Sache der spanischen Regierung und des spanischen Ministerpräsidenten.“ 12.06.2013

Allen Buchanan

Allen Buchanan

Professor für Philosophie an der Duke University (USA)

„Ein starkes Argument für Kataloniens Recht auf eine nicht vereinbarte Sezession ist, dass Spanien keine ehrliche Absicht gezeigt hat, auf Kataloniens Forderungen nach mehr Autonomie einzugehen.“ 26.05.2013

Ban Ki-moon

Ban Ki-moon

Generalsekretär der Vereinten Nationen

Zu Katalonien befragt: „Die Vereinten Nationen verteidigen grundlegend die Haltung, dass Menschenrechte erhalten und geschützt werden müssen. Alle zu klärendenden Angelegenheiten zwischen Ländern und innerhalb von Ländern sollten durch friedliche Mittel und durch den Dialog gelöst werden, und dabei sollten die ehrlichen Forderungen der betroffenen Menschen respektiert werden.“ 02.04.2013

Louis Susman

Louis Susman

US-Botschafterin im Vereinigten Königreich

„Falls die Schotten aus tiefster Überzeugung sich für einen Verbleib im Vereinigten Königreich entscheiden sollten, dann würde das offensichtlich eine Stärkung bedeuten. Falls sie sich mit guten Gründen für einen Austritt aus dem Vereinigten Königreich entscheiden, wird man Wege der Zusammenarbeit finden. Das wird einfach unumgänglich sein. Es macht keinen Unterschied: Wenn Katalonien Spanien verlassen würde, müssten wir auch damit umgehen und eine Lösung finden.“ 21.02.2013

Franz Schausberger

Franz Schausberger

Österreichischer Politiker und Historiker, Gründer des Instituts der Regionen Europas (IRE) in Salzburg

„In Diktaturen führen die meisten Sezessionen zu Krieg. In demokratischen Staaten sollte man dafür friedliche Lösungen finden, so wie es die Slowakei und die Tschechische Republik taten. Die Ursachen für Sezessionen liegen fast immer in der fehlenden Kapazität des Staates, Regionen, die mehr Autonomie wünschen, zu integrieren und einen konstruktiven Dialog mit ihnen zu führen. Zudem fühlen sich in Zeiten der Wirtschaftskrise besonders wirtschaftlich starke Regionen vom Zentralstaat schlecht behandelt.“ 27.11.2012

Bodil Valero

Bodil Valero

Abgeordneter der Grünen im schwedischen Parlament und Sprecher für auswärtige Angelegenheiten

„Schweden war der erste Staat, der die Unabhängigkeit des Kosovo anerkannte, was Spanien übrigens bis heute nicht getan hat. Schweden ist ein demokratisches Land. Deshalb kann ich davon ausgehen, dass schwedische Demokraten für ein Referendum in Katalonien sind.“ 11.10.2012

Vicente del Bosque

Vicente del Bosque

Trainer der spanischen Fußballnationalmannschaft

„Die Katalanen haben das Recht, ihre Unabhängigkeit einzufordern. Ich glaube, jedes Volk hat das Recht, frei über seine Zukunft zu entscheiden.“ 14.09.2012


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